Montag, 29. Juni 2015

Berrychoc: Schokoladenmousse in Schokoschalen mit frischen Beeren


Mousse ist eines der beflügelndsten Gerichte, die es gibt. So luftig und leicht, dass man beim Verspeisen selber dem Himmel ein Stückchen näher kommt. Sozusagen das Red Bull unter den Süssspeisen :P Doch wie sehr ich Mousse in allen möglichen Geschmacksrichtungen vergöttere, so sehr bereitet mir das Anrichten auch immer wieder Kopfzerbrechen. Denn einfach einen Löffel voll in eine Schale zu klatschen macht schon nicht wahnsinnig viel her. 

Freitag, 26. Juni 2015

Linsenfalafel mit Tahinasauce und Sommersalat


Sogenannte Falafel kriegt man ja mittlerweile in jeder Dönerbude :D Aber die sind natürlich nicht mit den echten, handgemachten und mit Liebe verfeinerten Kichererbsenbällchen zu vergleichen! Doch auch bei den echten ist Falafel nicht gleich Falafel: Es gibt so viele verschiedene Variationen und Rezepte. Heute möchte ich also meine Interpretation mit Euch teilen ;)

Dienstag, 23. Juni 2015

gebackene Zucchinischiffchen mit sommerlicher Quinoafüllung


Was ich am Backen liebe, ist, dass sich immer ein so köstlicher Duft in der Wohnung verbreitet, ohne dass in der Küche eigentlich etwas gemacht wird. Wenn man alles vorbereitet und das Blech verabschiedet hat, kann man sich nämlich einfach aufs Sofa kuscheln und nur mit der Nase verfolgen, wie das Gericht langsam gar und immer leckerer wird… Das gilt für Herzhaftes genauso wie für Süsses; Beweisstück A liegt mit dem heutigen Rezept vor ;D

Sonntag, 21. Juni 2015

Blumenkohl Nuggets mit Kokospanade und spritziger Wassermelonensalsa

Wir kennen ihn doch alle; unseren inneren Schweinehund. Ob er uns morgens ans Kissen fesselt, den Nachschlag beim Mittagessen auf den Teller pflanzt oder am Abend eine Verabredung absagt, damit dem Kuscheln auf dem Sofa nichts mehr im Wege steht ;) Ich hab jedoch festgestellt, dass ich noch ein zweites Haustier in meinem Kopf beherberge. Mein Küchenkänguruh! Es hüpft solange in meinen Hemisphären umher, bis ich meine ursprüngliche Rezeptidee auf Glatteis lege und ihm völlig hörig bin :D Zum Beispiel heute morgen. Ich wusste ganz genau, was es geben sollte. Hatte mich schon gestern Abend entschieden. Da komme ich also nichtsahnend in die Küche und plötzlich greifen meine Hände einfach (entgegen meiner ganzen Planung!) zum Blumenkohl, holen die Kokosraspeln aus dem Schrank und heizen den Backofen vor. Ich wusste, echt nicht, wie mir geschah. Und auf einmal hatte ich auch vergessen, was mein ursprüngliches Vorhaben gewesen war. Wie in Trance panierte ich den geschnittenen Blumenkohl, hackte Wassermelonen und Koriander winzig klein und schmiss mit Chili und Thymian um mich. Erst als das fertige Gericht auf dem Tisch stand, hörte ich ein erfreutes Jauchzen in meinem Kopf und dann war ich endlich wieder Herrin meiner Sinne ;) Da wollte ich natürlich sofort das Ergebnis probieren. Und ich muss zugeben, mein Känguruh hat echt einen hervorragenden Geschmack. Ofenblumenkohl ist ja ohnehin eines meiner Leibgerichte, aber mit dieser köstlichen Panade aus Kichererbsen und Kokosraspeln und der fruchtigen und erfrischenden Wassermenlonensalsa dazu wurde der Marktwert noch um einiges gesteigert :D Diese Kombination passt einfach wie die Faust aufs Auge! Und der Thymian in der Salsa stellt das ganz besondere Highlight dar! Ich hoffe, Ihr mögt meine Kumpanin, denn ich glaube, sie wird hier noch für das ein oder andere Überraschungsgericht sorgen (und das hat sie bisher vermutlich auch schon des Öfteren getan :D). Also viel Spass beim Kennenlernen :P


Rezept ergibt vier Snackportionen

Für die Blumenkohl Nuggets
1 Blumenkohl (ca. 650 g)
50 g Kichererbsenmehl
100 ml Wasser (ev. etwas mehr)
100 g Kokosraspeln
Salz und Chiliflocken

Für die Wassermelonensalsa
¼ kleine Wassermelone
1 lange Chilischote
Saft einer halben Zitrone
1 Handvoll frischer Koriander
1 Thymianzweig
Salz


Als Erstes den Ofen auf 200° vorheizen.

Den Blumenkohl waschen, die Blätter entfernen und den Strunkansatz abschneiden. Jetzt den Blumenkohl in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden und dann in kleinere Röschen teilen.

In einem tiefen Teller das Kichererbsenmehl mit dem Wasser vermengen und kräftig mit Salz und Chiliflocken würzen. Die Kokosflocken auf einen zweiten Teller geben.

Nun die Blumenkohlscheibchen zuerst in der Kichererbsenmehl-Wasser-Mischung und danach in den Kokosflocken wenden. Den panierten Blumenkohl auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und im vorgeheizten Ofen 30 – 40 Minuten goldbraun backen. Die Blumenkohl Nuggets zwischendurch wenden.

Inzwischen die Wassermelone schälen und richtig fein hacken. Die gehackte Wassermelone samt dem Saft, der ausgetreten ist in eine kleine Schüssel füllen.

Die Chilischote und den Koriander waschen und beides ebenfalls sehr fein hacken. Den Thymianzweig waschen und die Blätter vom Zweig zupfen. Die Chilischote, den Koriander und die Thymianblätter zur Wassermelone geben. Die Salsa nur noch mit dem Zitronensaft und Salz würzen.

Die Blumenkohl Nuggets auf einem grossen Teller anrichten und mit der erfrischenden Wassermelonensalsa geniessen.

Anmerkungen: Das Kichererbsenmehl saugt sehr schnell das Wasser auf und wird dicker. Falls die Kichererbsenmehl-Wasser-Mischung zu dickflüssig wird, einfach etwas mehr Wasser zufügen.
Habt Ihr auch so ein Känguruh, das immer wieder Eure Pläne über den Kopf wirft? :)
Alles Liebe Ida 

Freitag, 19. Juni 2015

Rohköstliches smoothie Eis mit Himbeeren, Pfirsichen und Kokosmilch

Was gibt es schöneres als ein Eis an einem heissen Sommertag? Ein Eis an einem heissen Sommertag mit den Liebsten! Ein Eis erfrischt, kühlt und beflügelt den Gaumen… Ich habe mich wieder einmal für ein Eis am Stiel entschieden. Denn das geht nicht nur super einfach und schnell sondern ein Eis am Stiel ist überaus praktisch. Man braucht keinen Löffel, man braucht keinen Teller und es gibt kein Streit. Denn alle haben ihre Portion „Glückseligkeit“ und sind zufrieden. Mein Eis kommt heute besonders gesund, erfrischend und fruchtig daher. Es gibt ein Smoothie-Eis mit lieblichen Himbeeren, kräftigen Pfirsichen und cremiger Kokosmilch. Ein Genuss, der sich definitiv niemand entgehen lassen darf! :) La dolce vita kann beginnen... Lasst uns alle mal dolce far niente geniessen ;)


Rezept für sechs Eis am Stiel oder 4 und ca. 15 Eispralinen
Für das Himbeereis
200 g Himbeeren
2 EL Ahornsirup (Agavennektar für raw)

Für das Pfirsicheis
2 Pfirsiche
200 g Kokosmilch (roh oder nicht)
4 EL Ahornsirup (Agavennaktar für raw)


Als Erstes die gewaschenen Himbeeren mit dem Agavendicksaft zu einem glatten Püree mixen. Das Himbeerpüree in eine kleine Schüssel füllen.

Die Pfirsiche waschen, halbieren und entkernen. Die Pfirsichhälften gemeinsam mit der Kokosmilch und dem Agavendicksaft ebenfalls mixen, bis keine Stücke mehr vorhanden sind.

Nun etwas des Himbeerpürees in ein Eisförmchen giessen, danach mit etwas Pfirsich-Kokos-Püree auffüllen, wieder Himbeerpüree und zuletzt Kokos-Pfirsich-Püree. Mit einem Essstäbchen im Eisförmchen herumfahren, damit ein sogenannter „Swirl“ entsteht. Mit der restlichen Eismasse ebenfalls so fortfahren.
Wer möchte kann auch kleines Eiskonfekt machen. Dann einfach die beiden Pürees in Eiswürfelformen füllen.
Das Eis im Gefrierfach komplett gefrieren lassen, bevor es genossen wird.

Viel Spass beim Eisschlecken!
Alles Liebe Ida

Dienstag, 16. Juni 2015

Kohlrabi- und Gurkenspaghetti mit Pfirsich-Ratatouille-Salsa

Ein Sommer ohne Ratatouille ist wie ein Winter ohne Schnee… Der herrliche Duft von einem frisch gekochten Ratatouille versetzt mich immer wieder zurück in meine Kindheit. Mein Herz schlug immer höher, wenn ich von der Schule nach Hause kam und das ganze Haus nach Sommergemüse roch. Denn dann wusste ich, es gab Ratatouille mit kross gebackenen Nudeln. Wir Kinder stürzten uns förmlich über den riesen Topf Ratatouille und obwohl das Ratatouille am nächsten Tag noch besser schmeckte, kamen wir nur sehr selten zu diesem Genuss. Denn meine Mutter ist definitiv die beste Ratatouilleköchin der Welt und so ist es kein Wunder, dass es noch schneller wegging, als frisch gebackene Brötchen. Im Gegensatz zu meiner Mutter, bin ich experimentierfreudig und muss jedem Rezept meine eigene Note geben, denn sonst fehlen mir die Herausforderung und das gewisse Extra. Speziell daran ist nicht nur die getrocknete Minze, sondern besonders die süssen Pfirsiche, die dem Ratatouille einen exquisiten und feinen Geschmack verleihen. Das Ratatouille wird durch die Zugabe dieser beiden Komponenten noch frischer, zarter und wird zu einem unwiderstehlichen Sommergericht. Weil Sommer für mich auch Leichtigkeit bedeutet, habe ich die schweren Nudeln durch frische knackige Gemüsespaghetti ersetzt. So können wir alle beherzt zugreifen, den Sommer geniessen und uns dabei leicht und beschwingt fühlen! :)


Rezept ergibt vier Portionen
 
Für die Ratatouille-Salsa
2 Paprikas (rot und gelb)
1 Zucchini (ca. 250 g)
1 Aubergine (ca. 350 g)
1 Zwiebel
1 TL Olivenöl
2 TL getrocknete Minze
2 TL getrockneter Oregano
1 Lorbeerblatt
2 Pfirsiche
Salz und Chiliflocken

Für die Spaghetti
1 Kohlrabi
1 kleine Gurke

Ausserdem:
Olivenöl für den Geschmack


Für das Ratatouille die Zwiebel schälen, halbieren und fein hacken. Die Aubergine und Zucchini waschen, den Stielansatz entfernen und beides in kleine Würfel schneiden. Die Paprikas waschen, halbieren, die Kerne entfernen und ebenfalls in kleine Würfel schneiden.

Jetzt das Olivenöl in einer beschichteten Bratpfanne heiss werden lassen. Die gewürfelte Zwiebel und Aubergine ins heisse Öl geben und bei voller Hitze braten, bis die Aubergine fast weich ist. Danach die gewürfelte Paprika und Zucchini zugeben und mit braten. Das Gemüse mit der getrockneten Minze, dem Oregano, Lorbeerblatt, Salz und Chiliflocken würzen. Das Gemüse ca. 7 – 10 Minuten braten, bis es weich ist und eine glasige Farbe erhalten hat.

Die Pfirsiche halbieren, den Kern entfernen und in kleine Würfel schneiden. Die gewürfelten Pfirsiche unter das Gemüse mischen und nur noch kurz heiss werden lassen. Danach die Ratatouille-Salsa vom Herd nehmen und wenn nötig nochmals mit Salz abschmecken.

 
Nun den Kohlrabi schälen und mit einem Spiralschneider zu Spaghetti verarbeiten. Die Gurke waschen und ebenfalls Spaghetti daraus drehen.

 
Die Gemüsespaghetti unter das lauwarme Ratatouille mischen und dann in tiefen Tellern anrichten. Zuletzt noch etwas Olivenöl über die Spaghetti träufeln.
 
 
Von diesem Gericht dürfen es auch mal zwei, drei Portionen mehr sein... Findet Ihr nicht auch? ;)
 
 
Alles Liebe Ida

Sonntag, 14. Juni 2015

Gebratene Wassermelonensteaks auf fruchtigem Glasnudelsalat mit Erdnussdressing

Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen, was ich in letzter Zeit für ein Verlangen nach Glasnudeln gehabt habe. Angefangen hat alles damit, dass ich im Fernsehen eine Frau gesehen habe, die genüsslich eine Schüssel voll Glasnudelsuppe verspeiste. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich richtig Hunger und ich sage Euch, wenn ich Hunger habe und jemanden essen sehe, fühle ich, wie die andere Person isst. Es ist so, als ob ich mitessen würde, aber dieses Essen nie in meinem Magen ankommt und mich daher nicht satt machen kann. So kann ich an einem hungrigen Abend fünf fremde Gerichte hintereinander Essen, spüre unendliche Geschmacksexplosionen im Mund und bin trotzdem nie satt. Diese Art von „imaginärem Essen“ hat zwei sehr gute Eigenschaften; 1. Ich nehme dabei überhaupt nicht zu ;), 2. Bei diesen imaginären Geschmacksexplosionen kommen mir immer die besten Rezeptideen! Da sass ich also vor dem Fernseher, fühlte mit der Frau, die die Glasnudelsuppe ass ;) und hatte den Geistesblitz, einen schmackhaften Glasnudelsalat zuzubereiten. Zur Jahreszeit passend, wollte ich ihn sehr farbenfroh gestalten. So fanden Heidelbeeren, Mangold, Radieschen, Karotten, Frühlingszwiebeln, Broccoli und eine sämige Erdnusssauce ihren Platz in diesem Gericht. Auch ein Highlight durfte nicht fehlen, dies waren zweifellos die gebratenen, gut gewürzten Wassermelonenschnitze, die der Mahlzeit das gewisse Etwas verliehen haben. Ihr seht also: Das perfekte Gericht für einen lauen Sommerabend!



Rezept ergibt 4 grosse Portionen

Für die grillierten Wassermelonen-Steaks
½ kleine Wassermelone
4 EL Sojasauce
1 EL Sesamöl
1 EL gehackte Frühlingszwiebeln
Chiliflocken
 
Für den Salat
100 g Glasnudeln
250 g Mangold
1 kleiner Broccoli (ca. 200 g)
3 Karotten (ca. 150 g)
1 Bund Radieschen
200 g Heidelbeeren
1 Frühlingszwiebel
1 – 2 Chilischoten
 
Für die Erdnusssauce
50 g Erdnüsse gesalzen und geröstet
1 Zitrone
6 EL Sojasauce
5 EL Wasser
1 EL Agavendicksaft


Die halbe Wassermelone in Scheiben schneiden, die Scheiben vierteln und dann die Schale entfernen. Die Wassermelonenschnitze in eine Schüssel geben und mit der Sojasauce, dem Sesamöl, den gehackten Frühlingszwiebeln und Chiliflocken übergiessen. Die Wassermelone von allen Seiten mit der Sauce marinieren. Die Wassermelone in der Marinade zugedeckt im Kühlschrank etwa eine Stunde ziehen lassen.
Für den Salat Wasser zum Kochen bringen und sobald es sprudelt, die Pfanne vom Herd nehmen und die Glasnudeln darin 3 – 5 Minuten ziehen lassen. Die fertigen Glasnudeln unter kaltem Wasser abspülen, gut abtropfen lassen und zur Seite stellen.
Nun den Mangold, die Radieschen, den Broccoli, die Frühlingszwiebel und die Chilischoten waschen. Das gewaschene Gemüse in feine Streifen, Scheiben, Ringe und Röschen schneiden. Das geschnittene Gemüse in eine grosse Salatschüssel füllen. Jetzt die Karotten Schälen, in dünne Streifen schneiden und zum Gemüse geben. Die Heidelbeeren waschen und ebenfalls in die Salatschüssel machen.

 
Die Glasnudeln etwas schneiden, damit die einzelnen Nudeln ca. 10 – 15 cm lang sind und dann unter das Gemüse mischen.
 
Für die Erdnusssauce die Erdnüsse gemeinsam mit dem Saft einer Zitrone, der Sojacsauce, dem Wasser und Agavendicksaft zu einer crèmigen Sauce pürieren.
Zuletzt die Wassermelonensteaks aus der Marinade nehmen (die Marinade nicht wegschütten) und in einer beschichteten Bratpfanne bei mittlerer Hitze (ohne zusätzliches Fett) braten, bis sie auf beiden Seiten Farbe angenommen hat.

 
Jetzt die Sauce unter den Glasnudelsalat mischen und den Salat auf grossen Tellern mit den Wassermelonensteaks anrichten. Die Marinade zusätzlich servieren und je nach Geschmack über den Salat oder die Wassermelone träufeln.


Viel Spass beim Geniessen meine Lieben!


 
Alles Liebe Ida
 

Freitag, 12. Juni 2015

vegane Schokoladen-Himbeer-Tarte mit glutenfreiem Kokosboden

Patisserie war für mich früher untrennbar mit Konditoreien verbunden. Denn wo sonst sollte man sie auch bekommen können ;)? Mit der Ausbildung meiner Kochleidenschaft fasste ich aber irgendwann den Mut, mich selber an die hohe Kunst der Torten zu wagen. Und als ich mal einen Fuss in der Tür zur Welt der Sahnehäubchen und des Haselnusskrokants  drin hatte, fielen alle Hemmungen. Ich dachte mir die verschiedensten Cremes und Biskuitkompositionen aus, liess Matcha mit Brombeeren und Nekarinen mit Thymian Polka tanzen ;) Doch die wahre Qualität eines Patissiers zeigt sich manchmal nicht in der originellen Kombination von Zutaten sondern in der unvergleichlichen Konsistenz einer Creme oder der idealen Textur eines Biskuitteigs. Deshalb hab ich mich gefreut wie ein Honigkuchenpferd, als meine Mutter mir heute mit dem Löffel in der Hand sagte, diese Kokos-Schokoladen-Creme sei einfach perfekt – besser als in jeder Konditorei :D Trotz meiner Freude darüber, die Technik zu beherrschen,  bin und bleibe ich aber doch ein kulinarischer Freigeist. Und deshalb bekam die (für meine Verhältnisse eher mässig originelle Creme) einen Boden untergeschoben, der ohne ein klitzekleines Bisschen Gluten zu enthalten den Mürbeteig alle Ehre macht. Aus gemahlenem Reis, Kokosmehl und Kokosöl ist ein knuspriger fliegender Teppich entstanden, der einem mit Kokos-Schoko-Cocktails und Himbeer-Schirmchen dazu eine Rundum-Sightseeing-Tour durch das Reich der Patisserie ermöglicht :P Winkt mir, wenn Ihr da oben seid!




Rezept ergibt eine Tarte (26 cm Ø)

Für den Boden
150 g Kokosmehl
200 g Reismehl
5 EL Agavendicksaft
4 EL Kokosöl (flüssig)
1 Prise Salz
 
Für die Schokoladencrème
200 g Zartbitterschokolade (vegan)
500 ml Kokosmilch
 
Ausserdem:
250 g frische Himbeeren
Kokosöl zum Einfetten der Form


Als Erstes den Ofen auf 180° vorheizen

In einer grossen Schüssel das Kokosmehl mit dem Reismehl, Agavendicksaft, Kokosöl und der Prise Salz vermengen und gut kneten.

Eine Springform mit Backpapier auslegen und den Rand gut mit Kokosöl einfetten.

Den Kokos-Reis-Teig in die Form drücken und den Rand ca. 1,5 cm hoch drücken. Den Teig wirklich gut in die Form drücken, damit er nach dem Backen nicht auseinanderbricht. Den Boden einige Male mit einer Gabel einstechen. Jetzt den Tarteboden im vorgeheizten Ofen ca. 15 Minuten goldbraun backen. Den fertig gebackenen Boden komplett auskühlen lassen, bevor er aus der Form gelöst wird.

Inzwischen die Schokolade in einer kleinen Schüssel über einem Wasserbad schmelzen lassen. Die Kokosmilch unter die geschmolzene Schokolade mischen und alles gut verrühren.

Jetzt die Himbeeren waschen und die Hälfte der Himbeeren auf dem Tarteboden verteilen.
 

Nun die lauwarme Schokoladencrème über die Himbeeren giessen und gleichmässig auf der Tarte verteilen.

Die Tarte ca. eine Stunde im Gefrierfach oder 3 – 4 Stunden im Kühlschrank richtig kalt werden lassen. So dickt die Schokoladencrème an und die Tarte lässt sich gut schneiden.
 

Zuletzt noch mit den restlichen Himbeeren die Tarte dekorieren.
 

Die Tarte am besten richtig kühl an heissen Tagen servieren.


Ich wünsche Euch einen süssen Start ins Wochenende!
 
Alles Liebe Ida

Donnerstag, 11. Juni 2015

Knusprige Avocadosticks mit gebackenem und karamellisiertem Blumenkohl und einer würzigen Auberginencrème

Avocados sind vieles - geschmeidig, sanft, cremig, vollmundig, auf der Zunge zergehend… Aber eines assoziiert man nun wirklich nicht mit der Tropenfrucht: Knusprigkeit. Eine solche kulinarische Kurzsichtigkeit kann ich natürlich nicht zulassen :P Deshalb habe ich heute die knackigste Seite der Avocado herausgekitzelt! Mit Polenta paniert und angebraten sorgt sie in diesem Gericht garantiert für eine Horizonterweiterung. Ihr hinreissender Partner ist dabei eine Fraktion überbackener und leicht karamellisierter Blumenkohlröschen. Kombiniert mit dem frischen Kopfsalat und passendem Sommergemüse ist dieses köstliche Duo auch absolut für die leichte Linie geeignet. Der Auberginen-Tomaten-Dip zu den gesunden „Fritters“ verleiht ihnen schliesslich die nötige Würze und Kräftigkeit. So können wir mit der versammelten Pflanzenpower den Tag in vollen Zügen auskosten ;)


Rezept ergibt vier Portionen

Für die Avocadosticks
2 mittelreife Avocados
75 – 100 g mittelgrobe Polenta
75 g Kichererbsenmehl
120 ml Wasser (ev. mehr)
Salz und Chiliflocken
Olivenöl
 
Für den Blumenkohl
1 kleiner Blumenkohl (ca. 400 g)
1 TL Agavendicksaft
1 TL Olivenöl
Salz und Chiliflocken
 
Für die Auberginencrème
1 Aubergine (ca. 250 g)
1 Zwiebel
1 TL Olivenöl
200 g Cocktailtomaten
1 lange Chilischote
Salz
Zitronensaft und Chiliflocken (optional)

Ausserdem:
1 kleiner Salatkopf
Gurke, Paprika, Frühlingszwiebel.
Erdbeeren, Tomaten
(oder Gemüse nach Geschmack)


Als Erstes den Ofen auf 200° vorheizen.

Den Blumenkohl waschen und die Blätter, sowie den Strunk entfernen. Den Blumenkohl in Scheiben schneiden und die Scheiben in die einzelnen Röschen teilen.

Den geschnittenen Blumenkohl auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und mit dem Olivenöl, Agavendicksaft, Salz und Chiliflocken marinieren. Den gewürzten Blumenkohl im vorgeheizten Ofen 30 – 40 Minuten knusprig backen. Zwischendurch immer mal wieder wenden.

Für die Auberginencrème die Aubergine waschen, den Stielansatz entfernen und die Aubergine in kleine Würfel schneiden. Die Zwiebel schälen und ebenfalls fein hacken. Die gehackte Zwiebel in einem Teelöffel Olivenöl glasig braten. Jetzt die Auberginenwürfel zugeben und bei starker Hitze braten, bis die Aubergine fast weich ist. Dabei gut umrühren, damit nichts anbrennt. Erst jetzt das Gemüse mit Salz würzen und weiter braten.

Nun die Cocktailtomaten und Chilischote waschen, beides fein hacken und zu den Auberginen geben. Das Gemüse braten, bis die Auberginen wirklich weich sind. Nun alles etwas abkühlen lassen und dann im Mixer zu einer feinen Crème pürieren. Die Auberginencrème nochmals mit Salz und je nach Geschmack mit etwas Zitronensaft und Chiliflocken abschmecken. Die Auberginencrème in einer kleinen Schüssel anrichten.
 
 
Für die Avocadosticks die Avocados halbieren, die Kerne entfernen und die Avocadohälften vorsichtig schälen. Nun die Avocados in „Sticks“ schneiden.

In einem tiefen Teller das Kichererbsenmehl mit dem Wasser, Salz und Chiliflocken vermengen. Falls die Kichererbsenmischung zu dickflüssig ist, mehr Wasser zufügen. Das Kichererbsenmehl dickt schnell ein, daher benötigt es immer mal wieder, etwas Wasser.

Die Polenta ebenfalls in einen tiefen Teller geben.

Eine beschichtete Bratpfanne mit wenig Olivenöl heiss werden lassen.

Jetzt die Avocadosticks zuerst in der Kichererbsenmischung und dann in der Polenta wenden. Falls die Kichererbsenmischung nicht gut an der Avocado haftet, benötigt es etwas mehr Wasser.

Die panierten Sticks bei mittlerer Hitze auf beiden Seiten goldbraun braten.

 
Die fertigen Avocadosticks mit dem gebackenen Blumenkohl auf einen grossen Teller geben.


Zuletzt den Salatkopf, das Gemüse und die Erdbeeren rüsten, auf einer Platte anrichten und mit den Avocadosticks, dem Gebackenen Blumenkohl und der Auberginencrème geniessen.
 
 
Viel Spass beim Snacken, Dippen, Füllen und Geniessen :)
 
Alles Liebe Ida

Dienstag, 9. Juni 2015

Veganer und glutenfreier Erdbeerkuchen mit Mangocrème und Cashew-Hirse-Boden

Die aktuelle Jahreszeit (ich will nicht immer Sommer sagen :P) hat ja unzählige Vorzüge zu bieten. Aber der vorzüglichste Vorzug von allen ist meiner Meinung nach immer noch die Erdbeerensaison. Was gibt es Besseres, als sich den Bauch mit süssen, frisch gepflückten, tiefroten Beeren vollzuschlagen? Na ja, ein Erdbeerkuchen ist doch auch nicht zu verachten… :D Ihr ahnt es schon, ich habe mich heute um ein würdiges und standesgemässes Schlafgemach für meine Lieblingsfrucht bemüht. Das Resultat: Ein knuspriges Bettgestell aus sorgfältig texturierter Hirse (speziell im Ofen angefertigt), eine seidene, himmlisch leichte Decke aus Cashewnüssen und ein zum Träumen einladendes Kissen aus den Küssen der Agave. Leider sahen die Beerchen in ihrem Bett so unsagbar lecker aus, dass ich sie gleich wieder aufwecken und auf meiner Gabel platzieren musste. Zum Glück waren es nicht die letzten Erdbeeren dieses Jahr ;)




Rezept für einen kleinen Kuchen (16 cm Ø)

Für den Mürbeteig
100 g Cashewnüsse
120 g Hirsemehl
2 EL flüssiges Kokosöl
5 EL Agavendicksaft

Für die Mangocrème
1 reife Mango
100 g Cashewnüsse
Mark einer halben Vanilleschote (optional)

Ausserdem:
300 g Erdbeeren
2 TL Agavendicksaft

Den Ofen auf 180° vorheizen.

Für den Mürbeteig die Cashewnüsse im Mixer zu feinem Mehl mahlen. Die gemahlenen Nüsse mit dem Hirsemehl, dem Kokosöl und Agavendicksaft vermengen.

Eine Springform mit Backpapier auslegen und den Rand mit Kokosöl gut einfetten. Den eher weichen Teig leicht plätten und dann mit den Händen in die Springform drücken. Der Ring der Springform sollte etwas mehr als die Hälfte mit dem Teig bedeckt sein. Den Mürbeteig im vorgeheizten Ofen ca. 15 – 20 Minuten goldbraun backen. Den gebackenen Mürbeteig aus dem Ofen nehmen und vollständig auskühlen lassen. Danach den Mürbeteig vorsichtig aus der Form lösen.

Für die Mangocrème, die Mango schälen, das Fruchtfleisch vom Kern schneiden und das Mangofleisch im Mixer mit den Cashewnüssen und dem Vanillemark zu einer glatten Crème pürieren.

Die Mangocrème auf dem Mürbeteig verteilen. Wird noch etwas Crème übrig haben, diese kühlen und einfach zum Kuchen reichen.

Die Erdbeeren waschen, halbieren und auf dem Kuchen verteilen. Zuletzt die Erdbeeren mit dem Agavendicksaft bestreichen. Den Erdbeerkuchen im Kühlschrank richtig kühlen, bevor sie angeschnitten wird.

Anmerkungen: Der Mürbeteig ist sehr zart und kann schnell brechen, wer auf Nummer sicher gehen möchte, backt kleine Erdbeerküchlein in Muffinformen, diese sind weniger heikel und auch leichter zu transportieren.


Geniesst das kulinarische Herumtollen mit den roten Früchtchen, es ist ja leider immer viel zu schnell vorbei ;)!

Alles Liebe Ida 

Sonntag, 7. Juni 2015

Vegane und glutenfreie Pizzarustica ai Pomodorini (mit Kichererbsenboden und Cashewsauce)

Pizza ist ein allgemein anerkannter Liebling. Ob Feinschmecker oder Stressesser, alle können sie sich für den belegten gebackenen Teig begeistern ;) Ich bin da keine Ausnahme. Aber nur der Teig mit ein wenig Tomatensauce ist für mich eindeutig zu wenig. Bei mir war der Teig schon als Kind so sehr belegt bzw. überstapelt, dass er deswegen gar nicht richtig backen konnte :D Weil ich mittlerweile festgestellt habe, dass mir kross gebackener Teig um einiges besser schmeckt, als labberige halbgare Masse unter meinem leckeren Belag, habe ich mich von der Praxis meiner Kindheit distanziert. Ich würde sagen, ich habe zur goldenen Mitte zwischen genügendem, buntem und saftigem Topping und feinem, knackigem Boden gefunden :P. Das beweist, wie ich finde, mein heutiges Rezept! Der Teig besteht aus gemahlenem Reis und Kichererbsen (also absolut glutenfrei) und wird kurz allein gebacken, damit er den erwünschten krossen Biss erhält. Dazu gesellen sich bald malerische Babytomaten in allen Formen und Farben, Oregano und Cashewkäse. Durch die Hitze im Ofen wird der in den Tomaten enthaltene Zucker ganz leicht karamellisiert. Gemeinsam mit dem würzigen Oregano und dem cremigen Cashewkäse entsteht eine köstliche Komposition der Geschmacksnoten, die perfekt zum sonnigen Wetter passt! Und mir beweist, dass auf der Pizza manchmal weniger eben mehr ist ;)






Rezept ergibt eine Pizza

Für den Pizzateig
75 g Reismehl
150 g Kichererbsenmehl
100 ml Wasser
1 TL Olivenöl
Salz, Chiliflocken, getrockneter Oregano

Für die Cashewsauce
100 g Cashewnüsse
100 ml Wasser
Salz
Zitronensaft

Für den Belag
250 g Cherrytomaten
2 TL Olivenöl
½ Frühlingszwiebel
Salz und getrockneter Oregano


Den Ofen auf 180° vorheizen.

In einer Schüssel das Reismehl mit dem Kichererbsenmehl, Wasser, Olivenöl, genügend Salz, Oregano und Chiliflocken vermengen, bis ein geschmeidiger Teig entstanden ist. Den Pizzateig zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie zu einem ca. 25 cm grossen Kreis ausrollen. Den Teig vorsichtig auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und im vorgeheizten Ofen auf mittlerer Schiene 10 Minuten vorbacken.

Inzwischen die Cashewnüsse im Mixer mit dem Wasser zu einer glatten Sauce pürieren. Die Cashewsauce mit Salz und Zitronensaft abschmecken.
 

Nun die Cherrytomaten waschen und je nach Grösse halbieren oder dritteln.

Den Pizzateig aus dem Ofen nehmen und den Ofen auf 220° vorheizen.

Den Pizzateig dünn mit der Cashewsauce bestreichen, die Cherrytomaten darauf verteilen und alles mit dem Olivenöl, etwas Salz und Oregano würzen.

Die Pizza im oberen Drittel des Ofens ca. 10 Minuten fertig backen.


Die Frühlingszwiebel hacken und auf der fertigen Pizza verteilen. Jetzt die Pizza in Stücke schneiden und mit der übrigen Cashewsauce geniessen.




Ich wünsche Euch einen guten Genuss! :)

 
 
Alles Liebe Ida
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